Die Konzerthalle Bamberg wurde, basierend auf Planungen der Architekten Rollenhagen und Großmann aus dem Jahr 1988, im Zeitraum von 1989-93 durch die Stadt Bamberg errichtet. Eingeweiht wurde sie im Herbst 1993. Die Baukosten wurden im Wesentlichen aufgebracht aus Fördermitteln des Freistaats Bayern (60% der Baukosten) und der Oberfrankenstiftung (Festbetrag von DM 5.000.000,--), der Rest aus städtischen Eigenmitteln.
Die Konzerthalle steht nach wie vor im Eigentum der Stadt Bamberg und dient mit dem großen, knapp 1.400 Zuschauer fassenden Joseph-Keilberth-Saal in erster Linie den Bamberger Symphonikern – Bayerische Staatsphilharmonie als Heimstatt, die dort seitdem und entsprechend den Förderrichtlinien ein uneingeschränktes Vorbelegungsrecht für alle Proben und Konzerte sowie die umfangreiche Aufnahmetätigkeit im Rahmen eines Produktionsvertrags mit dem Bayerischen Rundfunk haben.
Der Konzertsaal selbst hat wesentlichen Anteil an der nachhaltigen künstlerischen Entwicklung, die das Orchester seit dem Bezug der Halle genommen hat, zunächst unter der künstlerischen Leitung und Verantwortung des damaligen Chefdirigenten Horst Stein, seit dem Jahr 2000 durch seinen Nachfolger, den Briten Jonathan Nott. „Die Bamberger" sind dadurch und seitdem ununterbrochen fester und regelmäßiger Bestandteil des internationalen Konzertlebens, d.h. sie sind auf den sog. großen Bühnen und Festivals der Welt präsent und spielen allein in Bamberg rund 40 öffentliche Konzerte pro Spielzeit, darunter neben Orgel- und Sonderkonzerten vor allem Abonnement-Kon-zerte und schließlich eine in die gesamte Region ausstrahlende Reihe frei verkaufter Sommerkon-zerte unter dem Namen „Bamberger Sommernächte".
In Bamberg haben sich die Besucherzahlen mit der Eröffnungsspielzeit 1993/94 verdoppelt, statt drei Abonnementreihen wie zu Zeiten des Dominkanerbaus mit seinen gut 1.000 Plätzen gibt es nun fünf Konzertreihen mit insgesamt rd. 6.000 Abonnenten bei einer Einwohnerzahl von 70.000. Die Auslastung aller Konzerte, der Abonnement- und frei verkauften Konzerte, betrug in der letzten Spielzeit über 98%.
An der Konzerthalle selbst ging dieser enorme Aufschwung, den das Orchester in und mit ihr genommen hat, lange Zeit vorbei. 2009, 16 Jahre nach der Eröffnung waren es nicht etwa sichtbar gewordene Gebrauchsspuren, die eine Ausbesserung des status quo angeraten erscheinen ließen. Es war in erster Linie die Anmutung aus der Zeit der Planung vor 20 Jahren, den mittleren und späten 80-er Jahren, und es war das auf nicht so häufige, zumal nicht so hohe Auslastung ausgelegte und drangvoll enge Foyer, das den Besucher keine der gebotenen künstlerischen Leistung auch nur halbwegs adäquate, räumlich und optisch angemessene Atmosphäre bot, ja: nicht bieten konnte. Hinzu kam, dass der Vorplatz bis dahin nicht gestaltet, sondern einfach „wassergebunden abgedichtet" wurde. Am Umfeld der Konzerthalle war bis zu diesem Zeitpunkt keinerlei Gestaltungswillen erkennbar.
Der international bekannte Hamburger Designer Prof. Peter Schmidt hat, aufbauend auf einem von ihm entwickelten Farbkonzept für den Konzertsaal und die Foyers eine weiter gehende Idee für eine Erweiterung des Foyers und der Außenraumgestaltung entwickelt, deren Umsetzung eine wesentliche Aufwertung der Konzerthalle insgesamt, also des Konzertsaals und des Foyers einerseits, des Vorplatzes und des direkten Umgriffs andererseits bedeutete und damit zugleich eine städtebauliche Komponente umfasste. Die Umsetzung der Foyererweiterung lag in der Verantwortung des Bamberger Büros Mietusch & Partner Architekten, die Überarbeitung der bestehenden Bauteile übernahm das Architekturbüro Rebhan, während die Planung der Außenanlagen loma Landschaftsarchitektur (seit 2010 JOMA Landschaftsarchitektur) oblag.
Die Foyererweiterung erfolgte durch den Bau zweier voneinander getrennte Baukörper vor dem bestehenden Bauwerk, die im Wesentlichen bei normal und ungestört laufendem Betrieb, bzw. bei auf den weiter laufenden Betrieb abgestimmten Schritten errichtet werden konnten, bevor im Frühsommer 2009 die Gestaltung des Vorplatzes begann. Baubeginn war Ende Januar 2009. Ziel war die Eröffnung und Wiederaufnahme des regulären Betriebs nach der Sommerpause zu Beginn der Saison 2009/10, d.h. Mitte September 2009.
Die Arbeiten im Joseph-Keilberth-Saal bedurften gleichwohl eines durchgehenden Zeitraums von 12 Wochen, während der der Saal weder für Proben und Aufnahmen noch gar für Konzerte zur Verfügung stand. Zur Anbindung der neuen Foyer-Baukörper an den bestehenden Foyerbereich war ein Zeitfenster von gut 2 Monaten vonnöten, während der keine öffentlichen Veranstaltungen und damit auch kein Publikumsverkehr im Foyer möglich waren.
Die Realisierung der Maßnahme kostete € 6,3 Mio. netto, von denen der Freistaat Bayern, der die Finanzierung des Orchesters mit 80,3 % im Wesentlichen sicherte, allein € 2,1 Mio., also ein Drittel übernahm. Ein weiteres Drittel steuerte die Oberfrankenstiftung bei, und die Stadt Bamberg schließlich als Eigentümerin der Konzert- und Kongresshalle trug ebenfalls ein Drittel der Kosten und damit genau so viel, wie sie die ohnehin anfällige Renovierung des Bestands nach 16 Jahren intensiver Nutzung und die überfällige Pflasterung des Vorbaus allein gekostet hätte.