
Der Begriff Rhapsodie leitet sich von Rhapsoden ab; wandernde Sänger im antiken Griechenland, die zu feierlichen Anlässen epische Dichtungen oder auch Teile daraus vortrugen (Rhapsodien).
Seit dem Ende des 18. Jh. versteht man unter Rhapsodie eine freie Vokal- oder Instrumentalkomposition, deren Themen und musikalische Motive sich oft aus der Volksmusik speisen und zur Betonung eines nationalen Charakters dieser Stücke führen, z. B. Ravels „Rhapsodie Espagnole“ oder Dvořáks „Slawische Rhapsodie“. Rhapsodien ohne volksmusikalische Elemente schreiben u. a. Brahms, Debussy und Gershwin („Rhapsody in Blue“).