bamberger symphoniker

extraordinary city.
extraordinary orchestra.

Ein Blick zurück

Dem Blick in die Annalen des Wettbewerbs offenbart sich eine Reihe ganz unterschiedlicher »Siegertypen«, die im Joseph-Keilberth-Saal der Konzerthalle Bamberg in Erscheinung getreten sind: Bei der Erstaustragung im Jahr 2004 war es Gustavo Dudamel, der mit einigen furiosen Dirigaten Jury, Musiker, Publikum und den 1. Preis für sich gewann. Eine Weltkarriere begann, durch die der venezolanische »Feuerkopf« zu einem der wichtigsten Musiker seiner Generation avancierte.

Gustavo Dudamel
© Adam Latham

Beim Wettbewerb des Jahres 2016 erhielt Kahchun Wong aus Singapur den ersten Preis, was ihm unmittelbar danach Einladungen u.a. zum China Philharmonic und dem Shanghai Symphony einbrachte. Das Los Angeles Philharmonic ernannte ihn in der Saison 2016/2017 zu Gustavo Dudamels Conducting Fellow und mit Beginn der Spielzeit 2018/2019 übernimmt er das Amt des Chefdirigenten der Nürnberger Symphoniker.

Ein Herzschlagfinale, in dem erstmals in der Wettbewerbsgeschichte gleich zwei 2. Preise vergeben wurden, gab es bei The Mahler Competition des Jahres 2013. Den fulminanten 1. Preis erhielt Lahav Shani, der kurze Zeit nach seinem Bamberger Triumph beim Israel Philharmonic Orchestra debütierte. Weitere Einladungen erhielt er u.a. von der Staatskapelle Berlin, dem City of Birmingham Orchestra, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Gürzenich-Orchester Köln sowie dem Konzerthausorchester Berlin. Als Nachfolger von Yannick Nézet-Séguin wird er 2018 Chefdirigent des Rotterdam Philharmonic Orchestra.

Als gänzlich andere Musikerpersönlichkeit als z.B. Gustavo Dudamel erwies sich 2010 der aus Lettland stammende, ruhiger und zurückhaltender dirigierende Ainārs Rubiķis. Höchst erfreut zeigte sich die Jury über dessen 1. Preis, ließ doch Ainārs Rubiķis ebenfalls das Potenzial erkennen, »dass er wachsen und zukünftig zur Musik Wesentliches beitragen wird.« 2011 debütierte er bei den Salzburger Festspielen. Von 2012 bis 2014 war er Musikdirektor der Oper in Nowosibirsk. Mit Beginn der Saison 2018/19 wird er Generalmusikdirektor der Komischen Oper Berlin.

Nicht zu vergessen die weiteren Preisträger: Auch sie erhielten vielversprechende Einladungen und bekleiden heute zu einem Gutteil hochkarätige Positionen. Oksana Lyniv etwa, 3. Preisträgerin 2004, die heute an der Bayerischen Staatsoper dirigiert. Oder Shi Yeon Sung, 2. Preisträgerin 2007 – ein 1. Preis wurde damals nicht vergeben –, die von 2009 bis 2013 assoziierte Dirigentin des Seoul Philharmonic Orchestra war und von 2007 bis 2010 James Levine beim Boston Symphony Orchestra assistierte.

Preisträger und Jury-Mitglieder seit 2004