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21. April - 2. Mai 2004

Ivan Venkov während einer öffentlichen Runde des Bamberger Symphoniker-Gustav Mahler-Dirigentenwettbewerbs 2004. Foto: Archiv

Im April 2004 war es soweit: Unter der Schirmherrschaft Marina Mahlers, der Enkelin Gustav Mahlers, fand der erste Gustav Mahler-Dirigentenwettbewerb der Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie statt. Junge Dirigenten und Dirigentinnen aus aller Welt hatten sich beworben, um in Bamberg ihr Können unter Beweis zu stellen. Drei Tage dauerte es, bis aus den insgesamt 299 Bewerbungen 16 Kandidaten und Kanditatinnen ausgewählt waren, die schließlich zum Wettbewerb an die Regnitz eingeladen wurden. In dem mittelalterlichen Städtchen erwartete sie dann neben einer hochrangig besetzen Jury, zu der u.a. der Chefdirigent der Bamberger Symphoniker, Jonathan Nott, Dirigent und Komponist Esa-Pekka Salonen und Magnus Lindberg gehörten, auch ein gespanntes Publikum, dass den Wettbewerb aufmerksam verfolgen sollte. Bis zum Finale mussten sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen durch zwei Runden dirigieren, für die sie Werke von Mahler und Schubert sowie ein zeitgenössisches Stück ihres Herkunftslandes interpretierten.

 

Am 1. Mai 2004 verkündete die Jury dann die Ergebnisse: Der erste Preis des Wettbewerbs ging an den jungen Venezolaner  Gustavo Dudamel, der mit seiner feurigen Interpretation von Mahlers Fünfter auch im Abschlusskonzert einen nachhaltigen Eindruck hinterließ. Neben Dudamel gab es drei weitere Preisträger: der Bulgare Ivo Venkov, Oksana Lyniv aus der Ukraine und Toshihiko Matsunuma, Japan. Einen weiteren Sonderpreis erhielt der Polen Lukasz Borowicz, der für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werkes von der Alice Rosner Foundation ausgezeichnet wurde.

 
Gustavo Dudamel während einer öffentlichen Runde des Wettbewerbs 2004. Foto: Archiv

Als Preisträger des Gustav Mahler-Dirigentenwettbewerbs erfuhr Gustavo Dudamel große Aufmerksamkeit und mit Hilfe der Unterstützung und Beratung seitens der Wettbewerbsjury konnte er sich mittlerweile hervorragend im internationalen Musikleben etablieren. In den drei Jahren, die seit dem Wettbewerb vergangen sind, gab Dudamel Debüts bei zahlreichen renommierten Orchestern in Europa und den USA und wird ab der Spielzeit 2007/08 Chefdirigent des Gothenburg Symphony Orchestra. Ab der Saison 2009/1010 wird der junge Venezolaner zu-dem die Position Esa-Pekka Salonens übernehmen und im September 2009 seine neue Tätigkeit als Music Director des Los Angeles Philharmonic beginnen. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Los Angeles Philharmonic.

 

Erklärtes Ziel des Gustav Mahler-Dirigentenwettbewerbs ist es, den Teilnehmern und Teilnehmerinnen schon während des Wettbewerbs die bestmögliche Förderung zukommen zu lassen und den jungen Nachwuchskünstlern und -künstlerinnen in den Anfängen ihrer Karriere mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Die durchweg positiven Reaktionen von Teilnehmern, Publikum und Presse auf den ersten Wettbewerb haben gezeigt, dass dieses Ziel zur vollsten Zufriedenheit aller in die Tat umgesetzt werden konnte.