bamberger symphoniker

extraordinary city.
extraordinary orchestra.

© Marc Ribes
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Konzert

Sa
17
Feb 18

Markus Poschner dirigiert Mozart und Bruckner

Abo A / Schüler-Abo
Bamberg, Konzerthalle, Joseph-Keilberth-Saal
20:00 Uhr

Für Mozart stand eines fest: »Die Leidenschaften, heftig oder nicht, müssen niemals bis zum Ekel ausgedrückt sein, und die Musik auch in der schaudervollsten Lage niemals das Ohr beleidigen, sondern doch dabei vergnügen, folglich allzeit Musik bleiben.« Viele seiner Werke komponierte er als brillante Vorführstücke für sich selbst. Vater Leopold monierte allerdings, dass er die Geige häufig dem Klavier gegenüber vernachlässige. In einem Brief schrieb Mozart ihm aber später, er habe »beim Soupée« in Augsburg sein 1775 komponiertes Violinkonzert KV 216 gespielt: »Es ging wie Öl, alles lobte den schönen, reinen Ton.« Sein Biograf Alfred Einstein schwärmte von dem Konzert mit seinen zahlreichen Gassenhauern und meinte, das Adagio klinge wie »vom Himmel gefallen«. Im Gegensatz zu Mozart, der durchaus mal »Hals über Kopf« komponierte, feilte Bruckner mit großer Akribie an seinen Werken. Die Frage der Fassungen seiner Symphonien ist ein leidenschaftliches Dauerthema für Dirigenten und Musikwissenschaftler. Die 1872 begonnene Dritte überarbeitete Bruckner dreimal grundlegend. Als Zeichen seiner grenzenlosen Verehrung ging die Widmung »in tiefster Ehrfurcht« an Wagner – allerdings nachdem sich Bruckner bei einem Bayreuther Besuch vergewissert hatte, dass Wagner diesem Vorhaben wohlwollend gegenüberstehen würde. Wie sehr er sich zeitlebens um die Gunst seines großen Idols bemühte, zeigt auch die Einflechtung von Zitaten aus Wagners Opern, und zwar herausstechend nur in der Originalfassung von 1873, die wir an diesem Abend auf den Notenpulten liegen haben – ein glanzvolles Meisterwerk, über dessen schwankende Stimmung Bruckner äußerte: »So ist’s im Leben.«

Markus Poschner Dirigent
Renaud Capuçon Violine

Wolfgang Amadeus Mozart Konzert für Violine und Orchester Nr. 3 G-Dur KV 216
Anton Bruckner Symphonie Nr. 3 d-Moll »Wagner-Symphonie« (Originalfassung von 1873)