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Slam Symphony
© Marian Lenhard

CrossOver - Sonderformate: Konzert mal anders ...


»Slam Symphony«

Wenn man im bayerischen Zentrum für Poetry Slam und Spoken Word beheimatet ist, liegt es nahe, ein Konzertformat anzubieten, das mitreißende Musik und live performte Texte miteinander verbindet. Drei hochkarätige deutsche Slammer:innen treten mit eigenen, für dieses Konzert geschriebenen Texten auf der Konzertbühne gegeneinander an. Das Publikum bestimmt den oder die Gewinner:in des Abends! Tickets € 15,00 (ermäßigt) / € 30,00 Normalpreis

Donnerstag, 19.11.2026, 20.00 Uhr

Unsere »Slam Symphony« geht mittlerweile in die zwölfte Runde und dreht sich dieses Mal inhaltlich um Strawinskis »Sacre du printemps« – ein pulsierendes Werk, das die Gemüter 1913 bei seiner ersten Präsentation als Ballettmusik im Théâtre des Champs-Élysées in Paris aufgewühlt hat: Es gab damals Gelächter, Schreie, regelrechte Tumulte und sogar Schlägereien. Das Stück handelt von rituellen Beschwörungen zum Wiedererwachen der Natur. Schließlich wird ein Mädchen auserwählt, das der Erde geopfert werden soll, indem es sich in Trance und letztlich zu Tode tanzt. Die dazu verfassten Klänge sind eine entfesselte Orgie, deren stampfender Rhythmus durch Mark und Bein geht. Aber Strawinski bewegte sich nun einmal frei in der klassischen Welt und hatte mit Dogmen schlicht nichts zu schaffen. Und so ist der Lauf beziehungsweise auch die Ironie der Musikgeschichte: Trotz der anfänglichen Aufregung mitsamt veritablem Skandal zählt diese Komposition mit ihrer enormen Sogwirkung längst zu den großen Meisterwerken des 20. Jahrhunderts. Die Entstehung und Uraufführung, das Thema sowie die Musik sind jedenfalls wunderbare Steilvorlagen für die ganz persönlichen Interpretationen und kreativen Gedanken unserer Poetry Slammer:innen. Mit Meike Harms, Dalibor Marković und Jule Weber stehen drei vielfach ausgezeichnete Stimmen der deutschsprachigen Poetry-Slam-Szene auf der Bühne, unter anderem bei den deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaften prämiert und regelmäßig auf den großen Slam-Bühnen unterwegs – und wir sind gespannt, welche Wortspiele das Publikum am meisten bewegt haben werden, denn am Ende entscheidet wie immer der Applaus-Pegel über den Sieg!


Tabita Berglund
Dirigentin
Dalibor Marković Poetry Slam
Jule Weber Poetry Slam
Meike Harms Poetry Slam
Christian Ritter Moderation

Igor Strawinski Le Sacre du Printemps

 

>>Tickets ... See you next year!

 

 


»Club Symphony: Reconstructing Debussy«

»Du bist nichts als Weg und Durchgang und kannst nur von dem leben, was du verwandelst.« So heißt es in einem philosophischen Buch von Antoine de Saint-Exupéry – und wir bewegen uns immer gerne am Puls der Zeit: Auch in dieser Saison verwandeln wir unseren Konzertsaal wieder für einen Abend in einen Club und mischen klassische Instrumentalfarben mit elektronischen Technoklängen.

Samstag, 13.3.2027, 20.00 Uhr

Alles dreht sich um Claude Debussy, der ein richtiger Quergeist war: In der Aufbruchstimmung des Fin de siècle ging er eigensinnig seinen Weg und komponierte einfach so, wie es ihm passte – und vollzog dabei eine faszinierende Revolution in der Musik. Besonders inspiriert wurde er von der Natur: Der Faun in seinem berühmten »Prélude à l’après-midi d’un faune« erwacht an einem Sommertag aus einem sinnenfrohen Traum und im ebenso populären Stück »La mer« hat Debussy wunderbar die Bewegungen des Wassers eingefangen – die sich in diesem außergewöhnlichen Live-Konzert mit spannenden Soundeffekten verbreiten werden. Denn es kommt zu einer Transformation: Die beiden Werke werden neu gedacht, neu geformt und emotional aufgeladen durch den Techno-Künstler Marc Romboy sowie den Arrangeur und Dirigenten Miki Kekenj. Treibender Beat und orchestrale Weite greifen hier ineinander – und dieser pulsierende Energiefluss macht aus sanften Wellen vibrierende Klanglandschaften und aus flüchtigen Motiven regelrecht hypnotische Zustände.

 

Miki Kekenj Dirigent
Marc Romboy Techno-Artist

Claude Debussy »La mer« Drei symphonische Skizzen
Claude Debussy Prélude à l'après-midi d'un faune

>>Tickets...verfügbar ab 24.8.26

 

 


»Symphonic Cinema: LOSS«

Bewegte Bilder mit Livemusik: Wir verwandeln unseren Konzertsaal in ein Kino und auf der Leinwand agieren dabei zwei begnadete Schauspieler in den Hauptrollen – die Oscar-Preisträgerin Emma Thompson und ihr Mann Greg Wise.

Mittwoch, 21.4.27, 20.00 Uhr

Der Film »LOSS« dreht sich um Verlust und Transformation: Er beschreibt die Reise einer Seele, die sich vom irdischen Leben verabschiedet und auf ihrem Weg ins Jenseits begleitet wird. Als Metapher dafür dient der Tanz, dargestellt von der Arts Umbrella Dance Company – und passend zu den bildgewaltigen Szenen erklingt mit Gustav Holsts Suite »The Planets« ein Meisterwerk. Der Regisseur Lucas van Woerkum ist der kreative Kopf hinter diesem symphonischen Kino-Format und erläutert in einem Interview, dass in dem Film ein »Trauerprozess auf eine beruhigende Weise aus zwei Perspektiven« geschildert wird: Es geht sowohl um den »Schmerz der Menschen, die zurückbleiben« als auch um den »Schmerz der Person, welche die Erde verlässt.« Er wird im Rahmen des Konzertes eine Einführung geben – und dann während der Präsentation als Bild-Solist mitten im Orchester sitzen, um den Film in Echtzeit mit den gespielten Klängen im Tempo, der Dynamik und den emotionalen Wechseln zu synchronisieren. Und genau das macht diesen Abend so einzigartig, denn es entsteht eine spezielle Verbindung zwischen Film und Musik, die sich gegenseitig enorm in ihren Botschaften verstärken. Das wird mit Sicherheit ein bewegendes und unvergessliches Ereignis, das man nicht verpassen sollte!


»LOSS« ein Film von Lucas van Woerkum, Regie und Bildkunst
Emma Thompson 
Greg Wise 
The Arts Umbrella Dance Company 


Deutsche Erstaufführung 

Musik: Gustav Holst »Die Planeten« Suite für Orchester op. 32

Andrew Manze Dirigent
Universitätschor Bamberg 

>>TRAILER

>>Tickets...verfügbar ab 24.8.26