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Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie

Orchesterbiografie

Seit jeher genießen die Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie eine Ausnahmestellung in der Musikwelt. Tief verwurzelt in ihrer oberfränkischen Heimatstadt, der UNESCO-Welterbestadt Bamberg, können sie auf die einzigartige Zahl und den Rückhalt durch ihre mehr als 6.000 Abonnenten blicken, und dies in einer Stadt von 70.000 Einwohnern. Gleichzeitig tragen die Bamberger Symphoniker heute wie damals den Namen dieser Stadt hinaus auf die Podien des internationalen Musiklebens und gastieren als „Der Kulturbotschafter Bayerns in der Welt“ in den Musikmetropolen der verschiedenen Kontinente. Über 6500 Konzerte in mehr als 60 Ländern und über 500 Städten – dies ist die Bilanz der Bamberger Symphoniker, die damit als DAS deutsche Reiseorchester gelten können. Stete Einladungen zu den bedeutenden Festivals und zu Tourneen im In- und Ausland, aber auch Auszeichnungen für die Einspielungen des Orchesters, darunter jüngst der MIDEM Classical Award und der Internationale Schallplattenpreis „Toblacher Komponierhäuschen“, belegen die Wertschätzung, die die Bamberger Symphoniker allerorten erfahren.

Diese Wertschätzung ist auch und gerade das Verdienst der Chef- und Gastdirigenten, die in den vergangenen Jahrzehnten am Pult der Bamberger Symphoniker standen und das Orchester geprägt haben. Seit Januar 2000 trägt Jonathan Nott als Chefdirigent die künstlerische Verantwortung für das Orchester. Neben ihm hat seit März 2006 auch Herbert Blomstedt als Ehrendirigent eine herausgehobene Position in Bamberg inne, mit Beginn der Saison 2010/2011 übernahm überdies Robin Ticciati den Posten des Ersten Gastdirigenten.

 
Jonathan Nott

Mit riesigem Erfolg trat Jonathan Nott das Erbe seiner Vorgänger am Pult des traditionsreichen Klangkörpers an und führt dieses Erbe weiter ins 21. Jahrhundert. Im Oktober 2011 stand er in einem Sonderkonzert zum 500. Mal am Pult „seines“ Orchesters. Mit den Bamberger Symphonikern ist er regelmäßig bei allen wichtigen Festivals zu Gast. So gaben er und das Orchester 2003 ihr gemeinsames Debüt beim Edinburgh International Festival, bei dem sie erneut 2005 und 2011 als „orchestra in residence" auftraten. Mit Jonathan Nott gab die Bayerische Staatsphilharmonie Konzerte bei den Salzburger Festspielen (2004), dem Beijing Music Festival (2008), den Londoner Proms (2009) sowie dreimal im New Yorker Lincoln Center und unternahm ausgedehnte Reisen durch Europa mit Konzerten in Paris, Madrid, Brüssel, Wien, Luxembourg, London, Wien und Berlin sowie drei Tourneen nach Japan. 2007 waren die Bamberger Symphoniker „orchestra in residence“ beim Lucerne Festival mit Jonathan Nott als „artiste étoile“ und spielten vor Papst Benedikt XVI. in der Päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo anlässlich des Jubiläums 1000 Jahre Bistum Bamberg. In den letzten Jahren unternahmen sie Tourneen nach China und Südamerika und sind 2012 wieder in den USA zu hören.

Darüber hinaus sind die Bamberger Symphoniker und ihr Chefdirigent regelmäßig zu Gast bei den wichtigen Festivals und in den bedeutenden Konzerthäusern Deutschlands, Österreichs und der Schweiz wie dem Festspielhaus Baden-Baden, dem Konzerthaus Dortmund, der Philharmonie Essen, der Tonhalle Zürich, dem Konzerthaus Wien, dem Herkulessaal München, dem Beethovenfest Bonn, dem Rheingau Musik Festival oder dem Kissinger Sommer. Ausnahmemusiker wie Vadim Repin, Truls Mørk und Pierre-Laurent Aimard arbeiteten in den vergangenen Jahren mit dem Orchester als „artist in residence“ zusammen und begleiteten die Bamberger Symphoniker auf nationale und internationaler Gastspiele.

 

Unter Jonathan Nott haben sich die Bamberger Symphoniker in der jüngeren Vergangenheit auf verschiedensten Repertoire-Feldern profiliert, zuletzt rückte vor allem die Musik Mahlers in den Fokus des Orchesters. Längst gilt die Bayerische Staatsphilharmonie als eines der führenden Mahler-Orchester, mit ihren Interpretationen sorgen Jonathan Nott und die Bamberger Symphoniker in der Musikwelt für Aufsehen. Belege hierfür sind nicht zuletzt die hochkarätigen Preise für die Aufnahmetätigkeiten des Orchesters und seines Chefdirigenten auf dem Gebiet des Mahler’schen Schaffens. Nur folgerichtig, dass die Bamberger Symphoniker dem österreichischen Komponisten im Mahler-Jahr 2010 ein ganzes Festival widmeten: die Biennale Bamberg, die im Juli 2010 erstmals nach Bamberg lud und künftig alle zwei Jahre einen Komponisten oder ein bestimmtes Werk in den Focus stellen wird.

 

Zahlreiche CD-Produktionen, allesamt in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk und dem Label Tudor, haben die Bamberger Symphoniker unter der Leitung Jonathan Notts vorgelegt. Mit ihm spielte das Orchester sämtliche Symphonien Schuberts ein – ergänzt um zeitgenössische Werke zum Thema „Schubert“, darunter Kompositionen von Henze, Rihm, Widmann und Mantovani. Ebenso aufgenommen wurde die Erstfassung von Bruckners dritter Symphonie sowie Werke von Janá?ek und Stravinsky. Aus der Reihe der Mahler-Symphonien sind bislang die Einspielungen der Symphonien Nr. 1, 2, 3, 4, 5 und 9 erschienen. Die CD mit der neunten Symphonie wurde mit mehreren hochklassigen Preisen ausgezeichnet, so mit dem Internationalen Schallplattenpreis „Toblacher Komponierhäuschen“ 2009 und dem MIDEM Classical Award 2010.

Bereits in den 1950er Jahren begann die Zusammenarbeit der Bamberger Symphoniker mit dem Bayerischen Rundfunk, mit dem das Orchester bis heute eine enge Partnerschaft verbindet. Unzählige Konzertmitschnitte, Studioproduktionen und gemeinsame Schallplatten- und CD-Aufnahmen sind seitdem entstanden.

Teil der umfangreichen Diskografie der Bamberger Symphoniker sind Aufnahmen einer ganzen Reihe großer Werk-Zyklen, u.a. von Schubert, Brahms und Reger (Horst Stein), Schumann (Christoph Eschenbach), Mendelssohn (Claus Peter Flor), Raff (Hans Stadlmair), Strauss (Karl Anton Rickenbacher), Pfitzner (Werner Andreas Albert) und Hartmann (Ingo Metzmacher). Unter der Leitung ihres Ersten Gastidirigenten Robin Ticciati haben die Bamberger Symphoniker in jüngster Zeit zwei Einspielungen mit Werken von Johannes Brahms vorgelegt.

 

 

  • Öffentliche Runde beim Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb 2007. Foto: Peter Eberts
  • Die Bamberger Symphoniker beim "Late Night-Konzert" in Luzern 2007. Foto: Peter Eberts
  • Die Bamberger Symphoniker spielen für den Papst in dessen Sommerresidenz Castelgandolfo am 4.9.2007. Foto: Serviczio Fotografico L'Osservatore Romano
 

Nicht allein als Konzertorchester genießen die Bamberger Symphoniker weltweites Ansehen. Im Frühjahr 2004 richtete das Orchester zum ersten Mal den Bamberger Symphoniker Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb aus, der international als hochkarätiges Forum der künstlerischen Nachwuchsförderung wahrgenommen wird. Für den Gewinner der ersten Auflage des Wettbewerbs, Gustavo Dudamel, wurde der Erfolg in Bamberg zum Auftakt einer atemberaubenden Karriere, die den Venezolaner inzwischen zu den weltweit bedeutendsten Orchestern führt. Seit 2010 verfügt das Orchester zudem über eine eigene Orchesterakademie, in der junge hochbegabte Musikerinnen und Musiker zwei Jahre lang den Alltag in einem Spitzenorchester kennenlernen – ein Sprungbrett für die professionelle Laufbahn in internationalen Orchestern und für die Bamberger Symphoniker ein Garant, dass der legendäre „Bamberger Klang“ an künftige Musiker weitergegeben wird.

Bereits im Juli 2003 wurden die Bamberger Symphoniker durch die Bayerische Staatsregierung in den Rang eines Staatsorchesters erhoben und tragen seitdem den Namenszusatz „Bayerische Staatsphilharmonie“.

Durch ihre zahlreichen Tourneen und internationalen Gastspiele, die wie zu Beginn auch heute eine zentrale Säule in der Konzerttätigkeit sind, tragen die Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie als „Der Kulturbotschafter Bayerns in der Welt" den Namen der Weltkulturerbe-Stadt Bamberg hinaus auf die Bühnen rund um den Globus.

 

Ein Blick zurück

Die Umstände ihrer Gründung machen die Bamberger Symphoniker zu einem Spiegel deutscher Geschichte. 1946 trafen ehemalige Mitglieder der Deutschen Philharmonie in Prag auf Musikerkollegen, die ebenfalls aus ihrer Heimat hatten fliehen müssen. In Bamberg, einer der wenigen deutschen Städte, die von Bombardements fast völlig verschont geblieben waren, gründeten sie das „Bamberger Tonkünstlerorchester“, später umbenannt in Bamberger Symphoniker. Ausgehend von dem Prager Orchester lassen sich so Traditionslinien bis ins 18. und 19. Jahrhundert ziehen.

Bereits 1949 waren „die Bamberger“ zu Gast in Frankreich mit Konzerten in Paris und Lyon – so kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine Anerkennung, die heute noch staunen macht.

Der großen symphonischen Tradition verpflichtet, legte das Orchester in kürzester Zeit den Grundstein für seinen international einzigartigen Ruf und gastierte wie kein anderer deutscher Klangkörper auf den Konzertpodien in aller Welt. Als erstes deutsches Orchester gingen die Bamberger Symphoniker schon kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs auf Tourneen durch Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Afrika – und wurden bereits zu einem der vornehmsten Botschafter des „neuen“ Deutschland, als die Bundesrepublik noch in den Kinderschuhen steckte.

 
Bamberger Symphoniker

Erster Chefdirigent war Joseph Keilberth, der frühere Leiter der Deutschen Philharmonie in Prag, der die Position in Bamberg bis zu seinem Tod 1968 innehatte. Am Pult des Chefdirigenten folgten James Loughran sowie Horst Stein, der im März 1996 zum Ehrendirigenten der Bamberger Symphoniker auf Lebenszeit ernannt worden war.

Mit Herbert Blomstedt, Rudolf Kempe, Hans Knappertsbusch, Clemens Krauss, Georg Solti, Christoph von Dohnányi, Mariss Jansons, Günter Wand, Ingo Metzmacher, Wolfgang Sawallisch, Giuseppe Sinopoli, Christoph Eschenbach und nicht zuletzt Eugen Jochum, dem ersten Ehrendirigenten der Bamberger Symphoniker, haben viele weitere große Dirigenten mit dem Orchester zusammengearbeitet und eine unverwechselbare Klangkultur geschaffen, die untrennbar mit den Bamberger Symphonikern verknüpft ist.

 

Hochauflösendes Foto der Bamberger Symphoniker

Bamberger_Symphoniker_2009__c__Peter_Eberts_8_-20.jpg

Saison 2011/2012 Höhepunkte

Leitung, sofern nicht anders angegeben:
Chefdirigent Jonathan Nott

 
August 2011

27.

Konzert beim Rheingau Musik Festival

 
September 2011

1.

Konzert beim Edinburgh International Festival

Dirigent: Ain?rs Rubi?is

 
 

2./3.

Konzerte beim Edinburgh International Festival

Pierre-Laurent Aimard, Klavier

 

10.

Konzert im Concertgebouw Brügge

Pierre-Laurent Aimard, Klavier

 

11.

Konzert in der Philharmonie Köln

Márton Illés, Klavier

                

13.

Konzert beim Dvo?ák Festival Prag

Sergey Khachatryan, Violine

 

26./27.

Konzerte in Graz

Dirigent: Robin Ticciati

Frank Peter Zimmermann, Violine

 
Oktober 2011

21.

Konzert in der Philharmonie Essen

Christina Landshamer, Sopran

 

22.

Konzert im Festspielhaus Baden-Baden

Christina Landshamer, Sopran

 

27.

Konzert in der Philharmonie am Gasteig München

Dirigent: Sir Neville Marriner

Lise de la Salle, Klavier

 
November 2011

4.

Konzert beim Braunschweig Classix Festival

Dirigent: Robin Ticciati

Emanuel Ax, Klavier

 
Januar 2012

15.

Konzert im Konzerthaus Dortmund

 

10.-13.

Konzert beim Festival de Música de Canarias in Las Palmas und Santa Cruz

Mojca Erdmann, Sopran

Jinsang Lee, Klavier

 
Februar 2012

24. 

Konzert im Festspielhaus Baden-Baden

Mischa Maisky, Violoncello

 
April 2012

26.

Konzert in der Laeiszhalle Hamburg

Radu Lupu, Klavier

 

28.

Konzert im Kuppelsaal Hannover

Radu Lupu, Klavier

 
Mai 2012

3.

Konzert in der Alten Oper Frankfurt

Dirigent: Herbert Blomstedt

Sergey Khachatryan,Violine

 

4.

Konzert in der Liederhalle Stuttgart

Dirigent: Herbert Blomstedt

Sergey Khachatryan, Violine

 

5.

Konzert im Stadtcasino Basel

Dirigent: Herbert Blomstedt

Sergey Khachatryan, Violine

19.-21.

Konzerte in New York und Long Island

Christian Zacharias, Klavier

 
Juli 2012

7.-22.

Biennale Bamberg

Wolfgang Amadeus Mozart

u. a. Così fan tutte