MIDEM Classical Award 2010 für die Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie und Jonathan Nott für Mahlers Neunte

Die Entscheidung ist gefallen: Wie die Jury des MIDEM Classical Award am 24. Januar 2010 bekannt gab, werden die Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie und ihr Chefdirigent Jonathan Nott in diesem Jahr mit dem angesehenen französischen Musikpreis in der Kategorie „Symphonic Works" für ihre Einspielung von Gustav Mahlers Symphonie Nr. 9 ausgezeichnet. In der Begründung der Jury hieß es: "Mit jeder Aufnahme der Mahler-Sinfonien festigt Jonathan Nott seinen Ruf als exzeptioneller Mahler-Dirigent. Mit dieser Einspielung weckt er das Interesse mit sehr eigenem Gesichtspunkten, die aber nie recherchiert oder theatralisch wirken, sondern organisch hundertprozentig eins sind mit der Materie."

 

Der Preis ist ein erneuter Beleg für die Anerkennung und Aufmerksamkeit, mit der die künstlerische Zusammenarbeit Jonathan Notts und der Bamberger Symphoniker international bedacht wird. Mit dem Midem Classical Award werden jährlich die weltweit besten und wichtigsten Tonträger-Produktionen klassischer Musik geehrt. Die Preisverleihung findet am Dienstag, 26. Januar 2010, im Auditorium Debussy im Palais des Midem-Festivals in Cannes statt. Schon 2008 wurde die von Jonathan Nott und den Bamberger Symphonikern vorgelegte Interpretation von Gustav Mahlers Symphonie Nr. 4 für den Midem Classical Award, Kategorie „Symphonic Works", nominiert.

 

Die Aufnahme von Mahlers Neunter der Bamberger Symphoniker wurde im Juli 2009 der Öffentlichkeit präsentiert und erhielt umgehend den Internationalen Schallplattenpreis Toblacher Komponierhäuschen in der Kategorie „Neuproduktionen". Die Einspielung des Werkes ist Teil eines groß angelegten, von Jonathan Nott geleiteten Mahler-Zyklus, der sich auf die Konzerte im In- und Ausland und die Aufnahmetätigkeiten der Bayerischen Staatsphilharmonie erstreckt. Bislang auf CD erschienen sind Mahlers Symphonien Nr. 1, Nr. 4, Nr. 5 und Nr. 9, im März 2010 folgt die Veröffentlichung der Symphonie Nr. 2 („Auferstehungssymphonie"). Noch im Laufe dieses Jahres werden die Symphonien Nr. 3 und Nr. 8 („Symphonie der Tausend") für CD-Produktionen mitgeschnitten. Alle Aufnahmen der Mahler’schen Symphonien und damit auch die der Neunten entstanden in Co-Produktion der Bamberger Symphoniker mit dem Bayerischen Rundfunk und dem Label Tudor.

 

www.midemclassicalawards.com

 

Liebe Musikfreunde,

Wolfgang Fink © Keith Saunders

zur Spielzeit 2009/2010 heiße ich Sie herzlich willkommen. Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus – und so wie die beiden Mahler-Jahre 2010 und 2011 mit Sicherheit weltweit das Interesse auf diesen Komponisten lenken werden, so werden wir unsere viel beachtete Auseinandersetzung mit seinem Werk fortsetzen.

 

Die Dritte, die umfangreichste und in vieler Hinsicht ehrgeizigste aller Mahler-Symphonien, wird zur Wiedereröffnung unserer Konzerthalle und am Ende der Spielzeit portalartig den bunten Reigen der Konzerte dieser Saison umrahmen.

 

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Werk von Johannes Brahms, dessen Symphonien wir in den ersten Abonnementkonzerten zyklisch vorstellen, ehe wir uns damit auf unserer 12. Japan-Tournee präsentieren werden. Im Laufe der Spielzeit gibt es darüber hinaus Gelegenheit, eher selten gespielte Werke des Meisters zu hören. Generell haben wir uns bemüht, Bekanntes und weniger Bekanntes, Altes und Neues so zu mischen, dass sich neue Perspektiven im Vertrauten und überraschende Kontinuitäten im weniger oder gar nicht Bekannten entdecken lassen.

 
Flaggen vor der Konzerthalle copyright Richard Haughton

Sie werden in der Spielzeit 2009/2010 manches Repertoirejuwel finden: Regers „Symphonischen Prolog“ und seine schönen „Mozart-Variationen“ zum Beispiel – oder Lutoslawskis märchenhaften Gesangszyklus „Chantefleurs et chantefables“. Mit der selten gehörten Sechsten Symphonie von Sibelius setzen wir einen weiteren seit Jahren sich abzeichnenden Zyklus fort. Besonders gespannt bin ich auf das Debüt unseres Barockorchesters, das sich erstmals in einem Abonnementprogramm vorstellen wird.

 

Freuen wir uns also auf eine schöne Spielzeit; die Wiederbegegnung mit guten Freunden sowie das Kennenlernen einer illustren Reihe neuer Interpreten, auf die wir ebenso gespannt sind, wie sie auf Bamberg.

 

Dank sagen möchte ich an dieser Stelle allen politisch Verantwortlichen, die uns im vergangenen Jahr so hervorragend unterstützt haben und auch die für das Renommee des Orchesters so wichtigen Bau- und Strukturmaßnahmen mitgetragen haben – sowie, in ganz besonderer Weise Ihnen, verehrtes Publikum.

 

Die Einzigartigkeit der Bamberger Symphoniker ist ohne die beispiellose Loyalität des Bamberger Publikums undenkbar und ein tragender Bestandteil unserer Identität. Bleiben Sie uns weiterhin treu!

 

Auf Wiedersehen im Konzert!

 

Wolfgang Fink

Intendant und Stiftungsvorstand
 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Dr. Heubisch

die Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie sind seit mehr als sechs Jahrzehnten eine zentrale Säule des Kulturlebens in Bamberg, Bayern und Deutschland. Mit seinen Interpretationen der Meisterwerke früherer Jahrhunderte und der zeitgenössischen Musik ist das Orchester ein steter Impulsgeber und zu Recht weltweit angesehen für seine Klangkultur und Tradition.  

 

Neben der künstlerischen Arbeit ist der Umbau der Konzerthalle Bamberg ein herausragendes Projekt des Jahres 2009, das die Bamberger Heimstatt des Orchesters gleich in zweifacher Hinsicht aufwertet: Der Joseph-Keilberth-Saal gilt nach seiner akustischen Optimierung schon jetzt als einer der besten Konzertsäle in Deutschland. Im Sommer 2009 wird zudem das neue Foyer fertig gestellt, in dessen Folge das Innere des Joseph-Keilberth-Saals neu gestaltet wird.

 

 

Beide Maßnahmen tragen entscheidend dazu bei, die Ästhetik und Funktionalität der Konzerthalle Bamberg als Veranstaltungsort zu verbessern. Das sichert dem Orchester eine künstlerische Heimstatt, die seinem einzigartigen Ruf in nichts nachsteht.  

 
Jonathan Nott copyright Richard Haughton

Die Bamberger Symphoniker genießen den Status als „Der Kulturbotschafter Bayerns in der Welt“. Das Orchester ist ein gern gesehener Gast in den großen internationalen Musikmetropolen: In dieser Saison reisen die Bamberger zu ihrer mittlerweile zwölften Tournee nach Japan. Im Januar und Februar 2010 steht eine ausgedehnte Tournee nach Spanien auf dem Programm.

 

 

Hochkarätige Engagements wie diese belegen einmal mehr, dass Jonathan Notts künstlerische Arbeit mit „seinem“ Orchester weltweite höchste Anerkennung und Wertschätzung erfährt.  

 

 

Den Musikerinnen und Musikern sowie der künstlerischen Leitung wünsche ich eine glanzvolle Spielzeit, und dem Publikum – wie gewohnt – Musikgenuss vom Feinsten!  

 

 

Dr. Wolfgang Heubisch

Bayerischer Staatsminister
für Wissenschaft, Forschung und Kunst

NEU: Newsletter

Möchten Sie regelmäßig aktuelle Informationen rund um die Bamberger Symphoniker erhalten? Dann können Sie sich hier für unseren kostenlosen Newsletter anmelden!

 

Saisonbroschüre 2009/10 digital

Die Broschüre zur kommenden Saison 2009/10 können Sie hier als pdf-Dokument herunterladen ca. 3MB).

 

Dirigentenwettbewerb

Die Kandidaten für den Wettbewerb 26.2.-5.3.2010 stehen fest. Mehr Informationen  finden Sie hier.

 

Aktuelles

25.01.2010

Benefizkonzert der Bamberger Symphoniker bringt über 28.000 € für Haiti
Die Übergabe des Spendenschecks erfolgte heute durch Chefdirigent Jonathan Nott
mehr

25.01.2010

Scherz, Spiel, Krieg, Jubel
Jonathan Nott und die Symphoniker provozieren mit Richard Strauss und Gustav Mahler tausend Fragen.
mehr

24.01.2010

MIDEM Classical Award 2010 für die Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie und Jonathan Nott für Mahlers Neunte
Die Preisverleihung findet am 26. Januar 2010 in Cannes statt.
mehr