bamberger symphoniker

extraordinary city.
extraordinary orchestra.

© Andreas Herzau
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Konzert

So
27
Mai 18

Kammerkonzert

Bamberg, Konzerthalle, Joseph-Keilberth-Saal
17:00 Uhr

Schostakowitsch war immer ein Komponist, der zwischen Widerstand und Anpassung schwankte. Mit seinem Klavierquintett traf er 1940 den Nerv der Zeit. Presse und Publikum waren begeistert – und der sonst so angefeindete Komponist erhielt dafür sogar den Stalin-Preis erster Klasse, dotiert mit der beträchtlichen Summe von 100.000 Rubel. Oft verschmelzen die fünf Stimmen zu einem immens bedrohlichen Klangkörper. Der »Hit« des Werkes ist neben der eingebauten Fuge das rhythmisch pointierte Scherzo – und im Finale werden schlussendlich die grüblerischen Züge des Werkes mit slawischer Heiterkeit weggefegt. Auch bei Dvořák finden sich immer zahlreiche folkloristische Elemente: Es hieß, er sei ein Musiker, über den man sich so wenig streiten könne wie über den Frühling. Seine Musik flute mit einer himmlischen Natürlichkeit dahin, habe Humor und erquickende Frische. Ein wunderbarer Beleg dafür ist sein 1888 in Prag uraufgeführtes Quintett op. 81 – das laut einer Anekdote aus Zufall entstand: Dvořák kramte nach seinem Klavierquintett-Erstling op. 5, fand ihn nicht und komponierte statt langem Suchen einfach ein neues Stück – ein Werk für nur fünf Instrumente als Musikrausch symphonischer Dimension!

Melina Kim-Guez Violine
Vladislav Popyalkovsky Violine
Wolfram Hauser Viola
Marius Urba Violoncello
Vita Kan Klavier a.G.

Dmitri Schostakowitsch Klavierquintett g-Moll op. 57
Antonín Dvořák Klavierquintett A-Dur op. 81

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