bamberger symphoniker

extraordinary city.
extraordinary orchestra.

© Felix Broede
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Konzert

Sa
18
Nov 17

Manfred Honeck dirigiert Dvořák, Mahler, Bruch, Strauss

Abo C
Bamberg, Konzerthalle, Joseph-Keilberth-Saal
20:00 Uhr

Der »Rosenkavalier« des Klangzauberers Richard Strauss war einer der größten Opernerfolge des 20. Jahrhunderts – auch wenn die Modernisten darin eine Rückkehr zu altbackener Spätromantik sahen und den schwungvollen Zuckerguss aus Wiener Walzerseligkeit schnippisch »Sklerosenkavalier« nannten. Bewusst hatte Strauss einen Abgesang auf eine Epoche komponiert, einen Blick zurück in die Zeit der unbeschwert unterhaltsamen Opern von Mozart. Hauptfigur ist die Marschallin, die eine Affäre mit einem jungen Mann hat. Es kommt zu einigen Verwicklungen, bis sich am Ende Glück und Wehmut über die Vergänglichkeit die Waage halten. Strauss selbst nannte seine rauschhafte Partitur ein »sauberes Bastardl«. Romantische Klänge bietet auch Dvořáks »Rusalka« – eine Märchenoper über eine Nixe, die sich nach menschlicher Liebe sehnt. Die Fantasie dazu hat unser gern gesehener Gastdirigent Manfred Honeck selbst bearbeitet. Verzweifelte Klänge dann in Mahlers »Adagio« aus der Zehnten, ein Aufschrei eines im Innersten seiner Seele zu tiefst Verletzten: Während der mit »erregten Zügen« verfassten Komposition erfuhr er, dass seine Frau Alma ein Verhältnis mit dem Architekten Walter Gropius hatte. Max Bruchs Doppelkonzert ist ein nostalgisches Werk mit dahinströmenden, folkloristisch inspirierten Melodien. Als Solisten zu erleben: zwei unserer Stimmführer, Solo-Klarinettist Christoph Müller und Solo-Bratscherin Lois Landsverk! Mehr als nur ein gefälliger Rausschmeißer ist das Encore: die Uraufführung des Werkes »Bis« von Thomas Daniel Schlee.

Manfred Honeck Dirigent
Christoph Müller Klarinette
Lois Landsverk Viola

Antonín Dvořák »Rusalka«-Fantasie, Suite aus der Oper
Gustav Mahler Adagio aus der Symphonie Nr. 10 Fis-Dur
Max Bruch Doppelkonzert für Klarinette, Viola und Orchester e-Moll op. 88
Richard Strauss »Der Rosenkavalier«, Suite op. 59
Thomas Daniel Schlee »Bis«, Uraufführung einer Zugabe