bamberger symphoniker

extraordinary city.
extraordinary orchestra.

Zurück zur Übersicht

Konzert

Sa
12
Nov 22

FESTIVAL INTERNAZIONALE DI MUSICA E ARTE SACRA

Rom, Basilika San Paolo fuori le mura
21:00 Uhr

Auf Einladung des renommierten Festivals der geistlichen Musik präsentieren wir zwei Konzerte im Vatikan, in der Papstbasilika Sankt Paul vor den Mauern, die an dem Ort errichtet ist, an dem Paulus begraben wurde. Auf dem Programm des ersten Abends steht das populäre »Deutsche Requiem« von Brahms, das er 1868 nach einem langwierigen Schöpfungsprozess vollendete – und über das dann der Wiener Kritikerpapst Eduard Hanslick meinte: »Seit Bachs h-Moll-Messe und Beethovens Missa solemnis ist nichts geschrieben worden, was sich neben Brahms’ deutsches Requiem zu stellen vermag!« Da er ein religiöser Freigeist war, verfasste Brahms das bewegende Werk nicht als lateinische Totenmesse und wollte es ursprünglich »Menschliches Requiem« nennen: Er wählte verschiedene deutsche Verse aus dem Alten und Neuen Testament und komponierte dazu eine überwältigende Musik, die »den ganzen Menschen in einer Weise wie wenig anderes« erfasst. Bei unserem zweiten Konzert spielen wir die letzte Symphonie eines weiteren bedeutenden Tonschöpfers: Aus Bruckners Feder stammen viele Werke, die seine tiefe Religiosität ausdrücken – wie etwa dieser berührende Ausspruch zu einem Geistlichen zeigt: »Unter Tausenden hat mich Gott begnadigt und dies Talent mir, gerade mir gegeben. Ihm muss ich einmal Rechenschaft ablegen. Wie stünde ich dann vor unserem Herrgott da, wenn ich den anderen folgte und nicht ihm!« Seinen symphonischen Gipfelpunkt hat er daher laut mündlicher Überlieferung auch konsequent »dem lieben Gott« gewidmet – inständig hoffend, dass dieser sein musikalisches Geschenk annehmen würde.

Jakub Hrůša Dirigent
Christina Landshamer Sopran
Konstantin Krimmel Bariton

Johannes Brahms Ein deutsches Requiem op. 45