
CrossOver - Sonderformate: Konzert mal anders ...
Ob mitreißender Poetry-Slam, epische Filmmusik oder pulsierende Club-Beats – diese Reihe bringt frischen Wind ins Konzertprogramm. Wer alle drei Events auf einmal bucht, bekommt das dritte Ticket zum halben Preis - oder sogar kostenlos! Mehr Infos...
»Slam Symphony«
Wenn man im bayerischen Zentrum für Poetry Slam und Spoken Word beheimatet ist, liegt es nahe, ein Konzertformat anzubieten, das mitreißende Musik und live performte Texte miteinander verbindet. Drei hochkarätige deutsche Slammer:innen treten mit eigenen, für dieses Konzert geschriebenen Texten auf der Konzertbühne gegeneinander an. Das Publikum bestimmt den oder die Gewinner:in des Abends! Tickets € 15,00 (ermäßigt) / € 30,00 Normalpreis
Unsere »Slam Symphony« geht mittlerweile in die zwölfte Runde und dreht sich dieses Mal inhaltlich um Strawinskis »Sacre du printemps« – ein pulsierendes Werk, das die Gemüter 1913 bei seiner ersten Präsentation als Ballettmusik im Théâtre des Champs-Élysées in Paris aufgewühlt hat: Es gab damals Gelächter, Schreie, regelrechte Tumulte und sogar Schlägereien. Das Stück handelt von rituellen Beschwörungen zum Wiedererwachen der Natur. Schließlich wird ein Mädchen auserwählt, das der Erde geopfert werden soll, indem es sich in Trance und letztlich zu Tode tanzt. Die dazu verfassten Klänge sind eine entfesselte Orgie, deren stampfender Rhythmus durch Mark und Bein geht. Aber Strawinski bewegte sich nun einmal frei in der klassischen Welt und hatte mit Dogmen schlicht nichts zu schaffen. Und so ist der Lauf beziehungsweise auch die Ironie der Musikgeschichte: Trotz der anfänglichen Aufregung mitsamt veritablem Skandal zählt diese Komposition mit ihrer enormen Sogwirkung längst zu den großen Meisterwerken des 20. Jahrhunderts. Die Entstehung und Uraufführung, das Thema sowie die Musik sind jedenfalls wunderbare Steilvorlagen für die ganz persönlichen Interpretationen und kreativen Gedanken unserer Poetry Slammer:innen. Mit Meike Harms, Dalibor Marković und Jule Weber stehen drei vielfach ausgezeichnete Stimmen der deutschsprachigen Poetry-Slam-Szene auf der Bühne, unter anderem bei den deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaften prämiert und regelmäßig auf den großen Slam-Bühnen unterwegs – und wir sind gespannt, welche Wortspiele das Publikum am meisten bewegt haben werden, denn am Ende entscheidet wie immer der Applaus-Pegel über den Sieg!
Donnerstag, 19. November 2026 um 20.00 Uhr
Tabita Berglund Dirigentin
Dalibor Marković, Jule Weber, Meike Harms Poetry Slam
Christian Ritter Moderator
Igor Strawinski »Le sacre du printemps«
»Club Symphony«
CLUB SYMPHONY: RECONSTRUCTING DEBUSSY
»Du bist nichts als Weg und Durchgang und kannst nur von dem leben, was du verwandelst.« So heißt es in einem philosophischen Buch von Antoine de Saint-Exupéry – und wir ewegen uns immer gerne am Puls der Zeit: Auch in dieser Saison verwandeln wir unseren Konzertsaal wieder für einen Abend in einen Club und mischen klassische Instrumentalfarben mit elektronischen Technoklängen. Alles dreht sich um Claude Debussy, der ein richtiger Quergeist war: In der Aufbruchstimmung des Fin de siècle ging er eigensinnig seinen Weg und komponierte einfach so, wie es ihm passte – und vollzog dabei eine faszinierende Revolution in der Musik. Besonders inspiriert wurde er von der Natur: Der Faun in seinem berühmten »Prélude à l’après-midi d’un faune« erwacht an einem Sommertag aus einem sinnenfrohen Traum und im ebenso populären Stück »La mer« hat Debussy wunderbar die Bewegungen des Wassers eingefangen – die sich in diesem außergewöhnlichen Live-Konzert mit spannenden Soundeffekten verbreiten werden. Denn es kommt zu einer Transformation: Die beiden Werke werden neu gedacht, neu geformt und emotional aufgeladen durch den Techno-Künstler Marc Romboy sowie den Arrangeur und Dirigenten Miki Kekenj. Treibender Beat und orchestrale Weite greifen hier ineinander – und dieser pulsierende Energiefluss macht aus sanften Wellen vibrierende Klanglandschaften und aus flüchtigen Motiven regelrecht hypnotische Zustände.
Samstag, 13. März 2027, 20 Uhr
Konzerthalle Bamberg, Joseph-Keilberth-Saal
Miki Kekenj Dirigent und Arrangements
Marc Romboy Techno-Künstler
»Symphonic Cinema«
SYMPHONIC CINEMA: LOSS
SONDERKONZERT für Jugendliche ab 16 Jahren
Bewegte Bilder mit Livemusik: Wir verwandeln unseren Konzertsaal in ein Kino und auf der Leinwand agieren dabei zwei begnadete Schauspieler in den Hauptrollen – die Oscar-Preisträgerin Emma Thompson und ihr Mann Greg Wise. Der Film »LOSS« dreht sich um Verlust und Transformation: Er beschreibt die Reise einer Seele, die sich vom irdischen Leben verabschiedet und auf ihrem Weg ins Jenseits begleitet wird. Als Metapher dafür dient der Tanz, dargestellt von der Arts Umbrella Dance Company – und passend zu den bildgewaltigen Szenen erklingt mit Gustav Holsts Suite »The Planets« ein Meisterwerk. Der Regisseur Lucas van Woerkum ist der kreative Kopf hinter diesem symphonischen Kino-Format und erläutert in einem Interview, dass in dem Film ein »Trauerprozess auf eine beruhigende Weise aus zwei Perspektiven« geschildert wird: Es geht sowohl um den »Schmerz der Menschen, die zurückbleiben« als auch um den »Schmerz der Person, welche die Erde verlässt.« Er wird im Rahmen des Konzertes eine Einführung geben – und dann während der Präsentation als Bild-Solist mitten im Orchester sitzen, um den Film in Echtzeit mit den gespielten Klängen im Tempo, der Dynamik und den emotionalen Wechseln zu synchronisieren. Und genau das macht diesen Abend so einzigartig, denn es entsteht eine spezielle Verbindung zwischen Film und Musik, die sich gegenseitig enorm in ihren Botschaften verstärken. Das wird mit Sicherheit ein bewegendes und unvergessliches Ereignis, das man nicht verpassen sollte.
Mittwoch, 21. April 2027, 20:00 Uhr
Bamberg, Konzerthalle, Joseph-Keilberth-Saal
Andrew Manze Dirigent
Universitätschor Bamberg
»LOSS« ein Film von Lucas van Woerkum, Regie und Bildkunst
mit
Emma Thompson
Greg Wise
The Arts Umbrella Dance Company
Deutsche Erstaufführung
Musik von Gustav Holst »Die Planeten« Suite für Orchester op. 32