bamberger symphoniker

extraordinary city.
extraordinary orchestra.

In Joseph Keilberths Namen

Eine Akademie für ausgebildete Musiker ist ein Widerspruch in sich. Eigentlich braucht man keine Lehrstätte mehr, wenn man sein Diplom in der Tasche hat. Das aber ist ein Trugschluss bei Orchesterakademien. Sie vermitteln Kenntnisse, die eine Musikhochschule nicht zu leisten vermag, und die dennoch hochqualifizierte und ausgebildete Musiker benötigen, um eine Position in einem Spitzenorchester einnehmen zu können. Orchesterakademien sind das Scharnier zur Praxis, so wie das »junior team« beim FC Bayern München.

Seit 2010 hat auch unser Orchester eine solche Institution, die sich seit 2014 Joseph-Keilberth-Orchesterakademie nennt. Denn was hier mit einem zweijährigen Stipendium vermittelt wird, ist die musikalisch und menschlich optimale Vorbereitung auf eine professionelle Laufbahn als Berufsmusiker und zugleich eine spezifische Bamberger Spielkultur, die man aufgrund der Geschichte des Orchesters und seiner Musiziertradition auch als »böhmischen Klang« kennt, wie ihn unser erster Chefdirigent Joseph Keilberth mitgeprägt hat. 

Die Stipendiaten werden innerhalb der jeweiligen Stimmgruppe an verschiedenen Positionen eingesetzt und entwickeln sich an der Seite ihrer erfahrenen Kollegen zu Ensemblemusikern mit Führungsqualitäten. Viele Bamberger Orchestermusiker sind spezialisiert auf Neue Musik oder Experten historischer Aufführungspraxis, arbeiten selbst als Dirigenten oder haben Erfahrung als Instrumentalpädagogen. Diese Kenntnisse und Fähigkeiten kann der Stipendiat optimal nutzen, indem er seine Lehrer unter den Orchestermitgliedern selbst wählt und auch wechseln darf. Bindung an einzelne Dozenten wie an Hochschulen ist nicht beabsichtigt. 

Wir haben ein umfassendes Ausbildungssystem entwickelt, das auf sechs Säulen ruht: Mitwirkung bei regionalen und internationalen Konzertprojekten sowie Rundfunk- und CD-Aufnahmen; instrumentaler Einzelunterricht bei Orchestermitgliedern; Erarbeitung von Kammermusikwerken; Probespieltraining; Fortbildung mit externen Experten einschließlich Meisterkurse; Einbindung in das Thema Musikvermittlung, um Hemmschwellen von Jugendlichen für klassische Musik abzubauen und den musikalischen Horizont zu erweitern. 

Die Joseph-Keilberth-Orchesterakademie wird ermöglicht durch die großzügige Unterstützung von Herrn Michael Stoschek. Außerdem danken wir Herrn Werner und Frau Brigitte Rupp für die Übernahme einer Patenschaft.

Auswahlverfahren
Die Orchesterakademie richtet sich an Musikstudenten höherer Semester und Hochschulabsolventen bis zu einer Altersgrenze von 26 Jahren (zum Zeitpunkt des Probespiels), die sich durch ein Probespiel vor dem Orchester für das Stipendium qualifizieren müssen. Es folgt eine viermonatige Probezeit.

Umfang des Stipendiums
Das Stipendium wird für die Dauer von zwei Jahren vergeben und mit monatlich € 800,- vergütet. Als Richtwert gelten 120 Dienste pro Saison.

Freie Stellen

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Franziska Burr
T +49 951 9647-102
Kontakt



Unterstützen auch Sie die Joseph-Keilberth-Orchesterakademie!

Mit Ihrer Spende oder auch langfristigen Unterstützung als »Pate« eines jungen Akademisten helfen Sie uns, die künstlerisch hoch gesteckten Ziele zu erreichen, und genießen gleichzeitig in Bamberg wie auf internationalen Tourneen oder bei exklusiven Sonderveranstaltungen eine besondere Nähe zu »Ihrem Orchester« . 

Kontakt

Stiftung für internationale Orchesterprojekte der Bamberger Symphoniker

Rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts
Stiftungsvorstand: Peter Gartiser 
Mußstraße 1
D-96047 Bamberg

Die Mitglieder unserer Orchesterakademie:

Violine: Héloïse Schmitt (Frankreich), Natália Nagyová (Slowakei), Anne Rothaupt (Deutschland) Viola: Manuel Dörsch (Deutschland)                 Violoncello: Lea Tessmann (Deutschland)  Oboe: Michael Hertel (Deutschland)  Klarinette: Kai Bröckerhoff (Deutschland)                               Schlagzeug: Felix Gödecke (Deutschland)