
Chefdirigent Jakub Hrůša
Jakub Hrůša hat seit September 2016 die musikalische Verantwortung für die Bamberger Symphoniker. »Ich freue mich sehr, dass wir mit Jakub Hrůša einen jungen und zugleich hoch profilierten Musiker für die Bayerische Staatsphilharmonie in Bamberg gewinnen konnten«, so Bayerns Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle. »Die Aufgabe des Chefdirigenten der Bamberger Symphoniker ist höchst anspruchsvoll, er steht wie kein anderer Musiker für die künstlerische Leistung dieses Ausnahme-Orchesters. Mit Blick auf die Geschichte der Bamberger Symphoniker, deren Musiker in der Nachkriegszeit von Prag nach Bamberg kamen, spannt der neue Chefdirigent 70 Jahre nach der Gründung der Symphoniker wieder eine Brücke zwischen ihrer Geschichte und ihrem Heute.«
»Ich freue mich außerordentlich«, sagt Jakub Hrůša, »Chefdirigent der Bamberger Symphoniker zu sein. Schon bevor ich die Möglichkeit hatte, dieses Juwel unter den europäischen Orchestern zu dirigieren, habe ich es über die Maßen bewundert. Sie verkörpern Orchesterkultur im umfassendsten Sinne des Wortes. Da die Wurzeln des Orchesters in Prag liegen, atmen wir gewissermaßen die gleiche musikalische Luft, teilen den gleichen kulturellen Hintergrund und sind uns künstlerisch und historisch sehr nah. Mit den Bamberger Symphonikern kann jedes noch so kleine musikalische Detail zu einem Wunder werden, und jedes Konzert verwandelt den, der es hört.«
Jakub Hrůša ist Chefdirigent der Bamberger Symphoniker, Musikdirektor des Royal Opera House, Covent Garden, und designierter Chefdirigent und Musikdirektor der Tschechischen Philharmonie (diese Position tritt er 2028 an). Im September 2016 übernahm er die musikalische Leitung der Bamberger Symphoniker. Er ist der fünfte Chefdirigent in der Geschichte des Orchesters.Er war Erster Gastdirigent des Philharmonia Orchestra, des Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia und des Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra. Er ist der OPUS KLASSIK-Dirigent des Jahres 2023. Hrůša ist regelmäßig Gast bei den bedeutendsten Orchestern der Welt: den Wiener Philharmonikern, den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Münchner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, der Staatskapelle Dresden, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Lucerne Festival Orchestra, dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem Orchestre de Paris, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem NHK Symphony Orchestra und dem Mahler Chamber Orchestra – und in den USA beim Cleveland Orchestra, dem New York Philharmonic, dem Chicago Symphony Orchestra und dem Boston Symphony Orchestra. Er dirigierte Opernproduktionen beim Glyndebourne Festival, für die Lyric Opera of Chicago, bei den Salzburger Festspielen, am Royal Opera House, an der Wiener Staatsoper, an der Oper Zürich und an der Opéra National de Paris.
Für seine Aufnahmen mit den Bamberger Symphonikern erhielt er 2023 einen ICMA für Hans Rotts 1. Symphonie und 2022 einen ICMA für Bruckners 4. Symphonie, den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik für Mahlers 4. Symphonie, einen BBC Music Magazine Award für die Aufnahme von Martinůs 4. und Dvořáks Klavierkonzert mit Ivo Kahánek sowie Gramophone- und BBC Music Magazine Award-Nominierungen für die Martinů-Violinkonzerte mit Frank Peter Zimmermann.
Hrůša studierte an der Akademie der musischen Künste in Prag, wo er unter anderem von Jiří Bělohlávek unterrichtet wurde. Er war der erste Preisträger des Sir-Charles-Mackerras-Preises und wurde 2020 mit dem Antonín-Dvořák-Preis der Tschechischen Akademie für klassische Musik und – gemeinsam mit den Bamberger Symphonikern – mit dem Bayerischen Staatspreis für Musik ausgezeichnet. 2023 wurde Jakub Hrůša die Ehrenmitgliedschaft der Royal Academy of Music in London verliehen, und 2025 die Tschechische Verdienstmedaille für sein Engagement für Musik. 2026 wurde er von Musical America zum Dirigenten des Jahres, von den ICMA zum Künstler des Jahres ernannt und zudem mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.
Mai 2026
