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Konzert

Di
06
Okt 26

Kammerkonzert

Bamberg, Konzerthalle, Joseph-Keilberth-Saal
20:00 Uhr

Kammermusikalische Bewegungen nach Beethoven: Das spannende Konzert startet mit einem Werk von George Onslow, der von 1784 bis 1853 lebte. Die Verehrung für den oft rück sichtslosen Wagemut seines bedeutenden Zeit genossen prägte besonders seine einfallsreiche Kammermusik und daher wurde er sogar res pektvoll als »französischer Beethoven« bezeich net. Sein Quintett op. 79b von 1849 ist nicht nur durch die eher seltene Instrumentierung mit Kontrabass eine originelle Komposition – sondern auch durch seinen enormen Schwung und die bemerkenswerte Frische. Danach erklingen die Phantasiestücke op. 88 von Robert Schumann, ein Trio-Werk für Streicher und Klavier, das aus seinem überaus produktiven Kammermusik jahr 1842 stammt: Es bietet eine zauberhafte Sammlung von Sätzen mit kontrastierenden Charakterzügen – und in der lebhaften »Humoreske« erinnert eine markante rhythmische Floskel an das eigenwillige »Geistertrio« seines großes Vorbildes Beethoven. Zum Abschluss wird ein Stück eines Tonschöpfers präsen tiert, der zu den vergessenen Romantikern des 19. Jahrhunderts zählt: Hermann Goetz kam 1840 in Königsberg auf die Welt und starb vor 150 Jahren kurz vor seinem 36. Geburtstag an Tuberkulose. Er studierte in Berlin bei Hans von Bülow, der ihm »ein glückliches Kompositions talent« bescheinigte. Stilistisch orientierte er sich an Beethoven, Mendelssohn, Schumann und Brahms, mit dem er befreundet war. Sein eben falls mit Kontrabass besetztes Quintett aus dem Jahr 1874 war eines seiner letzten vollendeten Stücke – ein tief bewegendes Kammermusik werk mit einer weitgehend düsteren Atmosphäre.

Julia Hoover Violine
Christof Kuen Viola
Katja Kuen Violoncello
Christian Hellwich Kontrabass
David Höppner Klavier

George Onslow Klavierquintett Nr. 3 B-Dur op. 79b
Robert Schumann Klaviertrio op. 88 »Phantasiestücke«
Hermann Goetz Klavierquintett op. 16