bamberger symphoniker

extraordinary city.
extraordinary orchestra.

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Konzert

Do
27
Sep 18

Saisoneröffnung mit Jakub Hrůša

Abo B
Bamberg, Konzerthalle, Joseph-Keilberth-Saal
20:00 Uhr

Brahms, der ewige Junggeselle, fühlte sich in der großen Familie Dvořáks wohl und soll ihn sogar einmal aufgefordert haben, ganz nach Wien überzusiedeln. Doch obwohl Brahms ihn unterstützte, wo er konnte, blieb Dvořák immer eng seiner böhmischen Heimat verbunden – egal, wo er sich gerade aufhielt. Für seine Klangwelten wurde er als »dichtender Symphonist« bezeichnet. Die balladeske Vertonung des Märchens »Das goldene Spinnrad« basiert auf einer recht gruseligen Vorlage des Lyrikers Karel Jaromír Erben: Ein König verliebt sich im Wald in ein junges Mädchen und will sie heiraten. Die Stiefmutter macht ihm aber einen (grausamen) Strich durch die Rechnung und präsentiert stattdessen als Braut ihre eigene Tochter – doch mithilfe des Spinnrads finden die Liebenden letztlich wieder zueinander. Dazu passt Brahms’ zweite Symphonie – in der zwar die ganze Lieblichkeit seines Sommerurlaubes in Kärnten eingefangen zu sein scheint, allerdings warnte Brahms, dass es auch einen düsteren Unterton gebe: »Ich habe noch nie etwas so Trauriges, Molliges geschrieben.« Frank Peter Zimmermann interpretiert mit dem tief empfundenen Violinkonzert von Martinů ein Werk der tschechischen Moderne. Geboren und aufgewachsen ist Martinů in einem Glockenturm einer Kirche der Kleinstadt Polička, dessen Aussicht einen nachhaltigen Eindruck bei ihm hinterließ. Seine leidenschaftliche Sehnsucht nach der Heimat hört man dem Violinkonzert an, welches er 1932/33 während einer aufregenden Zeit in Paris schrieb. Für ihn stand fest: »Musik sollte immer voller Freude sein, auch wenn sie tragisch ist.«

Jakub Hrůša Dirigent
Frank Peter Zimmermann Violine

Antonín Dvořák »Das goldene Spinnrad«, Symphonische Dichtung op. 109
Bohuslav Martinů Konzert für Violine und Orchester Nr. 1
Johannes Brahms Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Restkarten