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Konzert

Sa
06
Mär 27

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

Abo A
Bamberg, Konzerthalle, Joseph-Keilberth-Saal
20:00 Uhr

»Ich leere mein Glas auf den größten Symphoniker nach Beethovens Tod!« So schwärmte der Dirigent Hermann Levi bei einem Empfang nach einer der ersten Aufführungen von Bruckners siebter Symphonie. Tief bewegende Worte für den Komponisten, zu dessen Schlüsselmomenten in jungen Jahren Konzerte mit Werken von Beethoven gehörten. Aber gerade am Anfang seiner Laufbahn sah er dessen Symphonien wie viele andere als schier unüberwindbare Messlatte an. Ständig war er von Skrupeln geplagt, traute sich auch erst mit über 40 Jahren richtig an die Gattung – und musste dann zahlreiche vernichtende Kritiken aushalten, wurde verkannt und belächelt. Trotzdem machte er weiter und sagte über diesen Drang einmal: »Ich erwisch’ mich halt immer wieder dabei!« Und zum Glück führte das ersehnte Erfolgserlebnis mit seiner Siebten zu einem enormen Motivationsschub – denn bereits kurz danach begann er im Sommer 1884 die Arbeit an seinem achten Beitrag. Über die Reaktionen nach der ersten Darbietung dieses monumentalen Stückes wird er sich sicherlich erneut gefreut haben, da es hieß: »Diese Symphonie ist die Schöpfung eines Giganten und überragt an geistiger Dimension, an Fruchtbarkeit und Größe alle anderen Symphonien des Meisters. Es war ein vollständiger Sieg des Lichtes über die Finsternis und wie mit elementarer Gewalt brach der Sturm der Begeisterung aus.« Bei uns wird das Werk durch das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks bei seinem mittlerweile traditionellen Gastspiel in unserem Konzertsaal präsentiert – und zwar unter Leitung von Franz Welser-Möst, in dessen Karriere die Beschäftigung mit Bruckner schon lange einen besonderen Platz einnimmt.

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks Orchester

Anton Bruckner Symphonie Nr. 8 c-Moll