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Konzert
27
Sep 26
Zu Gast beim Festival der Nationen
Bad Wörishofen, Kurhaus
19:00 Uhr
Unglaublich stark bewegt – so startet die neue Saison in Bamberg mit dem pulsierenden Stück »Helix«. Esa-Pekka Salonen schrieb es 2005 – und hier entwickelt sich in neun Minuten eine enorme Beschleunigung im ganzen Orchester. Unter der Leitung unseres ehemaligen Chefdi rigenten spielen wir außerdem die Krönung des symphonischen Schaffens von Franz Schubert, die uns in den Worten von Robert Schumann »in eine Region« führt, »wo wir vorher gewesen zu sein uns nirgends erinnern können.« Schubert war zunächst weitgehend als Liedkompo nist bekannt, meinte aber 1824, er wolle sich nun endlich »den Weg zur großen Symphonie bahnen« und damit seinem verehrten Vorbild und Zeitgenossen Beethoven folgen. Das bedeutende C-Dur-Werk begann er ein Jahr später, erlebte eine Aufführung jedoch nicht mehr. Erst lange nach seinem Tod kam es dazu – und auch nur, weil Schumann die Partitur 1839 zufällig in Schuberts Nachlass entdeckt hatte und diese sofort zu Mendelssohn nach Leipzig schickte. Als er das epische Stück dann im Gewandhaus hörte, fühlte er sich in eine »ganz neue Welt« versetzt und sagte: »Die Symphonie hat gewirkt wie nach den Beethoven’schen keine noch.« Davor erklingt das zweite Klavierkonzert von Sergei Prokofjew: Der damals 22-jährige Komponist saß 1913 bei der Uraufführung selbst am Flügel – und während ein Teil der Besucher ziemlich em pört war, gab es durchaus zahlreiche Anhänger dieser Musik. In einer Rezension ist über seinen Auftritt und den mitreißenden Bewegungsstrom zu lesen, dass er »mit seinem von Talent über sprudelnden Werk und seinem leidenschaftli chen Spiel das Publikum einnahm«.
Jonathan Nott Dirigent
Mao Fujita Klavier
Esa-Pekka Salonen »Helix«
Sergei Prokofjew Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 g-moll op. 16
Franz Schubert Symphonie Nr. 8 C-Dur D 944 »Große C-Dur«