bamberger symphoniker

resonating worldwide

Zurück zur Übersicht

Konzert

Fr
02
Jul 27

Zu Gast beim Oberösterreichische Stiftskonzerte

St. Florian, Stiftsbasilika
19:00 Uhr

»Seit Beethoven ist nichts auch nur Ähnliches geschrieben worden!« So urteilte der Uraufführungs-Dirigent Arthur Nikisch über die siebte Symphonie von Anton Bruckner – und es ist davon auszugehen, dass dieses Lob den immer wieder verunsicherten Komponisten tief bewegt haben muss, da Beethoven sein großes Vorbild war. Geprägt wurde er durch seine Erziehung und die regelmäßigen Ferien im Stift Sankt Florian, wo wir auf unserer kleinen Tournee mit unserem Ehrendirigenten Manfred Honeck ebenfalls gastieren werden. Dort befindet sich auch Bruckners Grabstätte – und dort beendete er am 05. September 1883 mit 59 Jahren die Reinschrift der Partitur seiner siebten Symphonie, mit der ihm dann end lich der ersehnte internationale Durchbruch als anerkannter Komponist von Orchesterwerken gelang. Seinem Selbstbewusstsein tat das offensichtlich sehr gut, denn im Gegensatz zu früher war es nun für ihn nicht mehr so problematisch, bissige Angriffe abzuwehren. Der berüchtigte Kritiker Eduard Hanslick etwa verspottete das Stück als »symphonische Riesenschlange« sowie als »wüsten Traum« – und der einflussreiche Verleger Alfred Dörffel von der Edition Peters empfahl dringend, das für ihn »ein bisschen verworrene« Werk umzuarbeiten, woraufhin Bruckner konterte: »Verworren? Sehen S’, dös hab’ns auch in Wien g’sagt, wie der Beethoven seine erste Symphonie aufg’führt hat – die Viechkerln! « Heute zählt Bruckners Siebte jedenfalls zu seinen beliebtesten Schöpfungen: Eine hochromantische Komposition mit wunderbaren Melodien, in der mit den Worten des bedeutenden Musikwissenschaftlers Constantin Floros »die Bewegung in ständigem Fluss gehalten bleibt«.

Manfred Honeck Dirigent

Anton Bruckner Symphonie Nr. 7 E-Dur WAB 107