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Konzert
21
Feb 27
Herbert Blomstedt
Abo E
Bamberg, Konzerthalle, Joseph-Keilberth-Saal
17:00 Uhr
Das bewegt uns: Seit sehr langer Zeit haben wir die Ehre, unter der Leitung von Herbert Blomstedt zu musizieren, der sich nun in seinem 100. Lebensjahr befindet. Dieses Mal beleuchten wir mit ihm die symphonische Welt von Franz Schubert – zunächst mit einem Stück von jugendlichem Elan und dann mit einem berühmten Spätwerk. Sein von ihm selbst so bezeichneter »Weg zur großen Symphonie« nahm in sechs frühen Versuchen seinen Anfang, in denen er sich kreativ und auf neugierige Art und Weise mit der Tradition auseinandersetzte – obwohl er natürlich die Dominanz des Kompo nistenkollegen bemerkte und ihn die Frage plagte: »Wer vermag nach Beethoven noch etwas zu machen?« Die D-Dur-Symphonie schrieb Schubert 1815 mit 18 Jahren in einer verblüffend kurzen Zeit für ein Liebhaberorchester, in dem er Bratsche spielte – und zwar mitten im »Geplauder und Gepolter« der anderen Mitglieder. Entstanden ist ein Stück, das durch Charme, Lebhaftigkeit und Individualität besticht. Danach folgt Schuberts Schlussstein in der Gattung, mit dem er eines der bedeutendsten Werke der gesamten Musikliteratur schuf: Die »Große C-Dur-Symphonie« begann er 1825 und damit ein Jahr nach der Uraufführung von Beethovens Neunter in Wien, die er vermutlich miterlebte. Im Finale gibt es sogar eine Stelle, die melodisch an das populäre Freudenthema erinnert, womöglich als Verbeugung vor seinem Vorbild – oder als bewusste Demonstration persönlicher Eigenständigkeit. Das wird eine faszinierende Hör-Reise mit unserem Ehrendirigenten, der einmal so wunderbar äußerte: »Wenn es mir gelingt, die Herzen der Menschheit zu bewegen, dann bin ich glücklich.«
Herbert Blomstedt Dirigent
Franz Schubert Symphonie Nr. 3 D-Dur D 200
Franz Schubert Symphonie Nr. 8 C-Dur D 944 »Große C-Dur«