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Konzert
04
Mär 27
Jakub Hrůša, Sol Gabetta
Abo C
Bamberg, Konzerthalle, Joseph-Keilberth-Saal
20:00 Uhr
»Es ist nicht zu leugnen, dass Herr van Beethoven ein Mann von Genie ist, der Originalität hat und durchaus seinen eigenen Weg geht.« Dies stand 1799 in der »Allgemeinen musikalischen Zeitung«. Aller Anfang ist schwer, aber dennoch wusste Beethoven genau, was er tat, als er als Antwort auf die Kompositionen von Haydn und Mozart seine symphonische Gipfelbesteigung begann: Sein ungestümes Werk op. 21 ist bereits eine selbstsichere Visitenkarte seiner Schaffenskraft. Sie wurde in seiner ersten eigenen »Musikalischen Akademie« in Wien uraufgeführt – welche ein Rezensent als die »wahrlich interessanteste seit langer Zeit« bezeichnete. Das war im Jahr 1800 und damit der Startschuss für das, was er mit seinen Symphonien in Bewegung setzen sollte. Bohuslav Martinů äußerte über das Dilemma vieler Komponisten nach Beethoven, dass »die Lautstärke des Orchesters allein noch lange nicht auf Größe oder Erhabenheit« hindeute. Seine vierte Symphonie entstand 1945 im amerikanischen Exil und spiegelt mit optimistischen Tönen seine Freude über die Beendigung des Krieges sowie mit folkloristischen Episoden auch seine Sehnsucht nach Böhmen wider. Die beiden Symphonien umrahmen ein Werk des gebürtigen Schweizers Ernest Bloch, dessen Anhänger ihn als viertes «B» sahen – nach Bach, Beethoven und Brahms. Seine spät romantische Rhapsodie von 1916 dreht sich um die Predigten von Salomo an das Volk, wie es im Alten Testament überliefert ist – und es entfaltet sich ein bewegendes Zwiegespräch zwischen Orchester und Soloinstrument.
Jakub Hrůša Dirigent
Sol Gabetta Violoncello
Ludwig van Beethoven Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21
Ernest Bloch »Schelomo« Hebräische Rhapsodie für Violoncello und Orchester
Bohuslav Martinů Symphonie Nr. 4 H. 305