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Konzert

Do
31
Dez 26

SILVESTERKONZERT

Bamberg, Konzerthalle, Joseph-Keilberth-Saal
15:00 Uhr

Ludwig van Beethoven war ein musikalischer Revolutionär, der Wegbereiter der Romantik – und ein Visionär, der einst sagte: »Allein Freiheit, weitergehen, ist in der Kunstwelt wie in der ganzen großen Schöpfung Zweck.« Seine symphonische Gipfelbesteigung endete mit einer Komposition, die gewagt die Grenzen sprengte und die Menschheit seit der Uraufführung im Jahr 1824 bewegt. Er hat hier humanitäres Gedankengut in ein Werk gegossen, das es bis dato so nicht gab. Genial läuft der orchestrale Fluss auf das Finale zu, in dem Singstimmen auftauchen: Der Bariton mahnt inhaltsschwer »O Freunde, nicht diese Töne!« und dann entfaltet sich eindringlich die musikalische Umsetzung von Schillers Ode »An die Freude«. Eine Meisterleistung eines Künstlers, der bei der Entstehung völlig ertaubt war. Der Biograf Romain Rolland beschreibt eine Szene aus genau jener Zeit, als Beethoven am Klavier an seinen Stücken feilte, ohne die Klänge zu hören: »Voller Ergriffenheit habe man bei diesem Spiel die seelische Bewegtheit verfolgt, die sein Gesicht, seine heftig arbeitenden gekrümmten Finger verrieten.« Der Tonschöpfer war ein Kämpfer – nicht nur, was sein privates Schicksal betraf, sondern auch für Freiheit und Gleichberechtigung. Das wird gerade in seiner letzten Symphonie deutlich, über die schon ein früher Kritiker meinte, dass ihre emotionale Kraft die »Hörenden wie in einem Sturme von einer Empfindung zur anderen mit sich fortreißt«. Zum feierlichen Jahresabschluss rücken wir damit bereits das bevorstehende Beethoven-Jubiläum in den Fokus – denn unser Publikum kann sich 2027 auf noch mehr bewegende Momente mit seinen Werken freuen.

Eva Ollikainen Dirigentin
Hedvig Haugerud Alt
Noa Beinart Alt
Johan Krogius Tenor
Äneas Humm Bariton
Tschechischer Philharmonischer Chor Brünn (Einstudierung: Petr Fiala)

Ludwig van Beethoven Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125