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Konzert

Do
17
Jun 27

Zu Gast beim Mozartfest Würzburg

Würzburg, Kaisersaal der Residenz
20:00 Uhr

Bei den Konzerten unter der Leitung von Václav Luks beleuchten wir, welche musikgeschichtlichen Bewegungen es vor Beethoven gab – zu einer Zeit, als die Symphonie noch nicht die dominierende Gattung war. Dabei spielte der Kulturraum, in dem auch unsere Orchestergeschichte verwurzelt ist, eine entscheidende Rolle: Der reisende Gelehrte Charles Burney notierte 1773 in sein Tagebuch, »dass die Böhmen unter allen Nationen am meisten musikalisch« waren – und taufte die Region das »Konservatorium Europas«. Jan Dismas Zelenka gilt als einer der bedeutendsten böhmischen Komponisten des Barock: Er arbeitete hauptsächlich für den Dresdner Hof und wurde von Johann Sebastian Bach sehr geschätzt. 1723 hielt er sich jedoch während der Krönung von Karl VI. zum böhmischen König in Prag auf, wo seine ausdrucksstarke F-Dur-Suite entstand. »Voller Feuer, Geist und Leben«: Das sagte Mozart über Josef Mysliveček. Dieser wirkte vor allem als Opernkomponist in Italien, wo er wegen seines schwer auszusprechenden Namens liebevoll »Il Boemo – der Böhme« genannt wurde. Er hinterließ zudem faszinierende Violinkonzerte, darunter das um 1770 verfasste E-Dur-Stück mit seiner einfallsreichen Melodik. Mozart bekam jede Menge Inspirationen von ihm, beschäftigte sich aber ebenso gerne mit der barocken Fugenkunst – und schrieb 1788 das damals recht moderne Satz-Paar KV 546. Da es im 18. Jahrhundert üblich war, Ballettnummern in Opern einzubauen, schuf Mozart für sein 1781 in München uraufgeführtes Bühnenwerk »Idomeneo« eine wunderbare Instrumentalmusik, in der viel Bewegung ist – denn sie vereint beliebte Tänze und steckt voller Abwechslungsreichtum.

Vaclav Luks Dirigent
Josef Špaček Violine

Jan Dismas Zelenka Orchestersuite F-Dur ZWV 188
Josef Myslivecek Konzert für Violine und Orchester E-Dur
Wolfgang Amadeus Mozart Adagio und Fuge c-Moll KV 546
Wolfgang Amadeus Mozart Ballettmusik aus »Idomeneo« KV 366