bamberger symphoniker

extraordinary city.
extraordinary orchestra.

© Marian Lenhard

Michael Hamann

In meiner Familie gab es eine nicht gespielte Geige, die man mir zu meinem achten Geburtstag in die Hand drückte. Bei uns wurde viel barocke Hausmusik gemacht. Gemeinsam mit Musikern der Bochumer Symphoniker veranstaltete mein Vater, ein begeisterter Amateur-Cembalist, zahllose Kirchenkonzerte. Ich konnte die Geige gerade halten, da durfte ich schon mitwirken. Das war natürlich eine große Motivation zum Weitermachen!
Nachdem ich als verliebter Teenager während eines Kammermusikkurses erstmals Bruckners Streichquintett und das G-Dur-Streichsextett von Johannes Brahms hörte, reifte in mir der Wunsch, mein Hobby zum Beruf zu machen. Da ich parallel Geige und Komposition studiert habe, wurde ich häufig als Interpret zeitgenössischer Musik gefragt. Gleichzeitig bildete ich mich im Bereich der historischen Aufführungspraxis weiter. Orchesterspiel gehörte von Anfang an dazu – hier traf ich andere musikbegeisterte Menschen. Ich wusste aber erst mit 26, dass die Orchestermusik einmal mein Beruf werden würde.

Michael Hamann studierte Violine und Komposition in Essen und Karlsruhe. Er besuchte Meisterkurse bei Herman Krebbers, Prof. Walter Levin, Prof. Reinhard Goebel und Prof. Sigiswald Kuijken. Er spielte in Neue-Musik-Ensembles wie der Musikfabrik NRW und in Alte-Musik-Ensembles wie der Musica Antiqua Köln. Seit 1996 ist er Mitglied der Bamberger Symphoniker.