bamberger symphoniker

extraordinary city.
extraordinary orchestra.

© Michael Trippel
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Konzert

Sa
02
Jun 18

Bruckners Siebte im Würzburger Dom

Würzburg, Dom
20:00 Uhr

Bruckner hatte es oft nicht leicht mit seinen Kritikern. Seine Sommerferien verbrachte der introvertierte Einzelgänger meistens im Stift St. Florian bei Linz, wo er auch die Komposition seiner siebten Symphonie begann – mit der ihm dann der Durchbruch gelang, wohlgemerkt mit bereits 61 Jahren! Und obwohl der Wiener Kritikerpapst Hanslick giftig von einer »symphonischen Riesenschlange« sprach, war die Symphonie so erfolgreich, dass sie eine der wenigen ist, die Bruckner nicht überarbeitete. Die Widmung ging an König Ludwig II. von Bayern. Angeblich hat Bruckner, der Meister der groß angelegten Steigerungswellen, das leidenschaftliche Hauptthema des Kopfsatzes geträumt. Im Scherzo gibt es ein Trompetenthema, das von einem Hahnenschrei inspiriert wurde. Das emotionale Adagio ist eine schmerzlich-schöne Trauermusik für den »hochseligen, heißgeliebten, unsterblichen« Wagner. Erstmals setzte Bruckner auch die heroischen Wagnertuben ein. Allerdings standen diese für die Uraufführung 1884 in Leipzig nicht zur Verfügung – in unserem Konzert sind sie mit Sicherheit zu hören!

Manfred Honeck Dirigent

Olivier Messiaen »L'Ascension«, 4. Satz
Anton Bruckner Symphonie Nr. 7 E-Dur