bamberger symphoniker

extraordinary city.
extraordinary orchestra.

© Andreas Herzau
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Konzert

Fr
16
Mär 18

Jakub Hrůša dirigiert Mahler

Abo A
Bamberg, Konzerthalle, Joseph-Keilberth-Saal
20:00 Uhr

»Wenn der Geist zur Musik wird, dann wird Philosophie zur Empfindung.« (Bettina von Arnim) Wir richten den Blick auf die kommende Karwoche und erobern himmlische Sphären mit einem leidenschaftlichen Werk des symphonischen Philosophen Gustav Mahler. Zur Einstimmung erklingt ein 1987 für Papst Johannes Paul II. geschriebenes Chorwerk von Henryk Górecki, der davon überzeugt war, dass zum Komponieren »immer ein göttlicher Funken nötig« sei. In Mahlers Symphonien geht es regelrecht um Naturgewalten, um ewige und letzte Dinge: »Denken Sie sich, daß das Universum zu tönen und zu klingen beginnt. Es sind nicht mehr menschliche Stimmen, sondern Planeten und Sonnen, welche kreisen.« Eine dieser Weltanschauungs-Symphonien ist die zweite, die 1895 uraufgeführt wurde und den Beinamen »Auferstehungssymphonie « erhielt. Die Menschheitsfragen von Tod und Auferstehung werden in einem gewaltigen symphonischen Fresko beschworen – unter Einbeziehung der menschlichen Stimme als »ultima ratio« der musikalischen Verkündigung. Den ergreifenden Kopfsatz nannte Mahler »Totenfeier«, im zweiten verbreiten sich unbeschwerte Ländlermelodien, im Scherzo dann eine Umformung des Wunderhorn-Liedes von der vergeblichen Fischpredigt des hei ligen Antonius – bis der »Urlicht«-Gesang emporsteigt und sich zu bittender Inbrunst intensiviert: »Ich bin von Gott und will wieder zu Gott.« Höchst erregte Ausbrüche mitsamt Fernorchester prägen zunächst das Finale, das laut Gustav Mahler zum »großen Appell« ruft. Doch dann erhebt sich wie aus einer anderen Welt Klopstocks Auferstehungs-Ode »Sterben werd’ ich, um zu leben!« – eine der packendsten Stellen der Mahler’schen Symphonik!

Jakub Hrůša Dirigent
Simona Šaturová Sopran
Bernarda Fink Alt
Tschechischer Philharmonischer Chor Brno
Petr Fiala Einstudierung

Henryk Górecki »Totus tuus« op. 60 für gemischten Chor a capella
Gustav Mahler Symphonie Nr. 2 c-moll für Sopran und Alt solo, Chor und Orchester »Auferstehungssymphonie«