bamberger symphoniker

extraordinary city.
extraordinary orchestra.

© Jim Hinson
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Konzert

Di
07
Nov 17

Nicholas Collon dirigiert Schostakowitsch und Rachmaninow

Fürth, Stadttheater
19:30 Uhr

»Echte Musik spiegelt immer die Gefühle, Stimmungen, Leidenschaften, Gedanken und Ideen wider, Sehnsucht nach Frieden und Freiheit und den Kampf um diese Güter.« Das stand für Schostakowitsch fest. Der große Komponist tiefgründiger Werke eckte in einer Zeit strengster Zensur ständig mit den Parteioberen an. Trotzdem ging er seinen eigenen Weg und brachte versteckt musikalische Neuerungen zum Ausdruck. Sein berühmtes erstes Violinkonzert schrieb er 1948 zunächst für die Schublade: Es wurde erst nach Stalins Tod öffentlich aufgeführt. Entstanden ist es in enger Zusammenarbeit mit dem Widmungsträger David Oistrach – ein äußerst gefühlstiefes Werk mit folkloristischen Anklängen. Wie sehr er die slawische Seele in sich trägt, beweist unser Konzertmeister Ilian Garnetz als Solist! Der junge britische Dirigent Nicholas Collon wird uns danach durch die spätromantische Partitur von Rachmaninows zweiter Symphonie leiten. Ähnlich wie Schostakowitsch litt auch Rachmaninow unter ständigen Anfeindungen: Sein musikalisches Talent wurde von der tradierten Musikkritik in Zweifel gezogen. Aber Rachmaninow brauchte das Komponieren wie das »Atmen oder Essen«. Da seine erste Symphonie als zu banal durchgefallen war, hielt der ewige Melancholiker seine zweite zunächst ängstlich zurück. Doch das Geheimnis wurde ihm entlockt und der Erfolg war ihm nach der Uraufführung im Jahr 1908 sicher – auch wenn das inhaltsschwere Werk augenzwinkernd einmal als »Mütterchen Russlands gesammelter Weltschmerz« charakterisiert wurde

Nicholas Collon Dirigent
Ilian Garnetz Violine

Dmitri Schostakowitsch Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 a-Moll op. 77
Sergej Rachmaninow Symphonie Nr. 2 e-Moll op. 27